FAQ

Hier sind noch ein paar mehr Fragen die mehr oder minder immer wieder aufkommen und daher hier vielleicht schon mal im Vorfeld beantwortet werden können.

!!! Weiter unten gibt es dann auch noch weiterführende Texte die medizinische Fragen erklären können.

Ebenso Artikel aus den Bereichen Tattoo & Piercing die wichtig und/oder interessant sein könnten. !!!


TUT DAS WEH?

Schmerz ist nicht nur subjektiv, sondern auch relativ und jeder Mensch geht auch anders mit Schmerz um. Sicher gibt es Körperstellen, an denen ist es schmerzhafter ist als an anderen, doch unterscheidet sich das von Mensch zu Mensch ganz individuell. Es ist aber nicht abzustreiten, dass der Körper um Schmerz auszuhalten sehr viel Energie verbraucht. Deshalb so fit wie möglich sein, denn hält es sich länger und besser durch.


Kann jede Körperstelle tätowiert oder gepierct werden?

Tätowieren geht eigentlich schon wo immer es gewollt ist. Abgesehen davon, gibt es aber Stellen, an denen die Freude nicht lange währt; da es wie z.B. bei Fingernägeln herauswächst. Ebenso sind Körperstellen mit Hornhaut hier auch zu erwähnen, wie z.B. Fußsohlen, Handinnenflächen. Auch sind Stellen die direkte Schleimhaut darstellen mehr oder minder ungeeigneter. Es kommt in beiden Fällen sehr häufig dazu, dass besonders intensiv gestochen werden muss und ein Tattoo eventuell nicht lange deutlich sichtbar bleibt. (Hornhaut – dort ist eben die obere Hautschicht besonders dick und diese liegt wie Pergamentpapier über den Pigmenten, was diese undeutlich werden lässt) Bei stark behaarten Körperstellen, wie die normalerweise Kopfhaut ist es eigentlich „nur“ ungünstig, wenn das Tattoo sichtbar sein sollte. Aber dafür gibt es ja denn andere Behilfsmittel, um die Haare zu entfernen.

Beim Piercing gibt es oberflächliche Piercings die nahezu an allen Körperstellen gestochen werden könnten. Lange Freude wird dann eingeschränkt, wenn es Körperstellen sind, die stark beansprucht werden können, z.B. durch mechanische Reize, oder ganz einfach, weil es keine Körperfalte ist und die Haut zu straff ist – das Piercing sich also schnell nach außen drücken wird und somit herauswächst. Ebenso ist die Abheilungsphase bei Knorpelpiercings nicht selten kompliziert. Das Knorpelgewebe ist nicht flexibel und beim Anschwellen der gepiercten Stelle lastet ein Druck auf den Stichkanal, was schmerzhaft sein kann. Gewisse Piercings und geeignete Schmuckwahl sind medizinisch und individuell zu beratschlagen.


Warum sollten kein Alkohol oder Drogen genommen werden bevor es zum Tätowieren oder Piercen geht?

Mehrere Gründe sprechen dagegen: als erstes ist verstärktes Bluten die häufigste Folge, was für den Vorgang nicht angenehm ist und auch die Wundheilung danach beeinträchtigt. Als nächstes: der Kreislauf könnte instabil reagieren und ein Kreislaufzusammenbruch könnte die Folge sein. Alles in Allem ist der Körper gesundheitlich eingeschränkt, wenn er unter Drogen- und Alkoholeinfluss steht, außerdem sei in besonderen Fällen auch die geistige Verfassung in Frage zu stellen. Zu erwähnen wäre noch, dass auch Medikamente, wie z.B. Aspirin, Asthmasprays etc. (Mittel die blutverdünnend wirken) nicht unmittelbar an diesem Tag genommen werden sollten. Dies kann und sollte aber mit der ausführenden Person selbst durchgesprochen werden.


Gibt es „Krankheiten“ oder körperliche Einschränkungen, bei denen es besser wäre ärztlichen Rat einzuholen, oder das Vorhaben lieber gleich gelassen werden sollte?

In erster Linie ist es wichtig, dass die ausführende Person über den Gesundheitszustand informiert wird, damit sie Bescheid weiß und dementsprechend vorsorglich oder auch im Besonderen weiß zu handeln. In der Regel wird in einem Studio eine Einverständniserklärung ausgefüllt, in der auch einiges über die Kundschaft erfragt wird. Folgende Aspekte sollten mindestens von Belangen sein:

a) Schwanger -> dann sollte gar nicht tätowiert oder gepierct werden!

b) Hämophilie (Bluter) -> bitte mit dem Arzt klären (vorsorglich kann sich vorher Blutgerinnungsmittel gespritzt werden lassen und über die Nachsorge müsste ausführlicher aufgeklärt werden, da die Abheilung/Wundheilung meist als komplizierter zu bewerten wäre)

c) Viruserkrankungen -> hier geht es um die Ansteckungsgefahr und vorallem um Reaktionen des eigenen Immunsystems.

d) Neurologische Erkrankungen -> um gegebenenfalls Anfälle zu vermeiden. (Da das Tätowieren und Piercen einen Menschen schon unter gewissen Stress setzen kann ist das Anfallsrisiko höher)

e) Herz- Kreislauferkrankungen oder -schwächen -> siehe d)

f) Allergien und Hautkrankheiten -> gegebenenfalls beim Hautarzt testen, ob gegen irgendwelche Substanzen (wie z.B. in den Farben die Grundstoffe, Latex, etc…) Allergien vorliegen. Bei Hautkrankheiten kommt es darauf an, um welche es sich handelt, es gibt welche, da wird nicht tätowiert, da es zu extremen Störungen während der Heilung kommen kann.

>Auch z.B. Diabetes bietet ein Risiko, sei es durch Stress und/ oder gegebene Unterzuckerung, oder dass die Wundheilung teils sehr schwierig werden kann. Des weiteren sollte über Medikamenteneinnahme, oder für einen selbst als wichtig empfundene Dinge informiert werden, damit die ausführende Person weiß mit was, wem und überhaupt sie es zu tun hat; und wie sie in gesetztem Fall dementsprechend reagieren und behandeln kann.


Wie sieht es überhaupt mit der Ansteckungsgefahr von Viren und Bakterien aus?

Wenn der Entschluss gefasst ist sich tätowieren oder piercen zu lassen, dann sollte sich natürlich mit besonderer Beachtung der Suche nach der geeigneten Person, dem geeigneten Studio gewidmet werden. Wer es genau wissen möchte, im Bundesgesetzblatt kann nachgelesen werden, welche Richtlinien ein Studio befolgen muss und bei weiteren Fragen oder Unsicherheit kann das ansässige Gesundheitsamt alle nötigen Forderungen darlegen. Jedes Studio unterliegt eigentlich auch den Kontrollen nach eben jenen Richtlinien und können/müssen bei Anfrage auch schriftlich die Ergebnisse vorweisen können. Arbeitet ein Studio mit Sorgfalt und mit sterilem Werkzeug, ist eine Infektionsgefahr nahezu unmöglich, aber es sollte bedacht werden, dass eine frische Wunde sich in der Umgebung auch außerhalb des Studios Bakterien und Viren einfangen könnte, ganz besonders wenn der notwendigen Hygiene nicht nachgekommen wird.


Rechtliche Situation

Das Tätowieren von minderjährigen Personen ist nach § 2 Absatz 1 Satz 4 der „Ausübungsregeln für das Piercen und Tätowieren durch Kosmetik(Schönheitspflege)-Gewerbetreibende“ verboten.


Hier sind einige Artikel nochmal zum Nachlesen und informieren zusammengefasst:

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Medizinisches:

– Die Zelle,
– …die Haut und deren Wundheilung

– Die Zunge und ihr Aufbau
…die Aufgaben, Geschmackszentren und die Gustatorische Wahrnehmung

Pflegeanleitungen:

– für Tattoos und Permanent-Make-Up– für Piercings (aussenliegende & Zungenpiercing)

Weiteres:

– Tattoo-Faq
– Biotattoo, das angeblich vergängliche Hautbild
– Permanent-Make-up
– Komplikationen bei Piercings & Infos allgemein

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Zwecks Quellenangabe & Lizenzen für die hier dargestellten Photos/Bilder: bitte im Anhang schauen.