Die Zelle

Sie ist die kleinste Einheit des Lebendigen mit Lebenseigenschaften, welche eine innere Einheit gewährleisten. Jeder Organismus ist aus Zellen aufgebaut.

Grundlegende Eigentümlichkeiten der Zelle:

Stoffwechsel: Den größeren Teil der Nährstoffe verbrennt die Zelle mit Hilfe von Sauerstoff, um Wärme und Energie zu gewinnen. Unbrauchbare Schlackstoffe werden ausgeschieden. Unter Stoffwechsel versteht man, dass aufgenommene Stoffe vom Organismus in einfache Bestandteile zerlegt werden (Katabolismus), um denn wieder in komplizierten Strukturen zusammengesetzt zu werden, damit sie als Baustoff für den Körper dienen können (Anabolismus).

Wachstum: Einen Teil der aufgenommenen Stoffe benützt die Zelle zum Aufbau ihrer eigenen Substanz. Diese so gewonnenen Körperbaustoffe erfüllen nun ihre Aufgabe für Wachstum und Neubildung des Organismus.

Reizbarkeit, Erregbarkeit, Empfindlichkeit: Darunter versteht man, dass die Zelle bzw. der Organismus aus der Umwelt Eindrücke aufnehmen kann, sie vermag diese Reize auszuwerten und durch innere Bewegung darauf zu reagieren.

Leitfähigkeit: Der Reiz kann weitergeleitet werden. Das heißt eine Zelle, ebenso wie ein zusammengesetzter Organismus, reagieren als ein Ganzes.

Beweglichkeit: Bewegung kann äußerlich stattfinden, oder durch Reaktion der aufgenommenen Reize als Antwort durch Fliessbewegung innerhalb des Zellplasmas verstanden werden.

Anpassungsfähigkeit: Zellen und Organismen sind in der Lage sich in gewissen Grenzen ihrer Umwelt anzupassen.

Neubildung und Fortpflanzung: Leben hat nicht nur das Ziel, die eigene Gestalt zu entfalten, sondern auch neue Entfaltungsmöglichkeiten für diese Gestalt zu schaffen. Das wird auf Zellebene durch Zellteilung erreicht. Bei einer Zellteilung entstehen zwei Tochterzellen.

Aufbau der Zelle
Jede Zelle baut sich (ausgenommen weniger, wie z.b. Erythrozyten) aus Zellmembran, Zytoplasma und Kern auf.

Mikrovilli (Kleinzotten, Bürstensaum)
Dies sind fingerförmige Ausstülpungen der Zelloberfläche, um die Resorptionsoberfläche zu vergrößern. Sie kommen beispielsweise bei den Epithelzellen der Darmzotten vor.

Flimmerhaare (Kinozilien)
Wenn Mikrovilli rhythmische Bewegungen ausführen, bezeichnet man sie als Flimmerhaare. Im Querschnitt betrachtet sieht man dass sie aus einer Plasmahülle und aus elf längsverlaufenden Fibrillen besteht. Sie kommen beispielsweise an den Epithelzellen des Atemtraktes vor.

Desmosom (Haftstelle)
Hiermit sind benachbarte Zellen miteinander verbunden. Durch sie kann die Tätigkeit aufeinander abgestimmt werden. Sie können dadurch zu größeren Funktionseinheiten zusammengeschlossen werden.

Zellmembran (Zellwand)
Mittels der Zellwand grenzt sich jede Zelle gegenüber Nachbarzellen und der Umwelt ab. Dennoch muss sie für viele Stoffe durchlässig sein, um Stoffe aufzunehmen oder auch abzutransportieren. Das Grundgerüst bildet eine Doppelschicht aus Lipiden, die horizontal innerhalb der Membrane frei beweglich sind. Dieser Fettschicht ist eine Vielzahl von Proteinen aufgelagert, die keine Rolle als Rezeptoren spielen. Enzyme oder Kanäle sind eigentliche Vermittler zwischen Zellinnerem und Außenmilieu.

Zellleib (Zytoplasma)
Hier werden alle lebenswichtigen Stoffe auf- und abgebaut. Es ist das Arbeits- und Speichergebiet. Hier kann man verschiedene Zellorganellen unterscheiden.

Mitochondrium
Dies sind Doppelmembransysteme, die in unterschiedlicher Zahl und Größe vorkommen. Ihre Aufgabe liegt in der Energiegewinnung. Dazu werden aufgenommene Nährstoffe zunächst im Zytoplasma alle zu einem bestimmten Stoffwechselprodukt abgebaut, das dann in den Mitochondrien aufgenommen wird. In ihnen werden Traubenzucker, Fette und Aminosäuren durch Sauerstoff oxidiert und so Energie gewonnen.

Zellkern (Nukleus)
Am Zellkern unterscheidet man den Kernsaft (Karyolymphe), die eiweißhaltige Flüssigkeit, in dem die Kernkörperchen (Nukleolus), bestehend aus der DNS, RNS und Proteinen, und Chromosomen (Erbkörperchen) liegen.

Raues endoplasmatisches Retikulum
Ist außen mit Ribosomen besetzt und spielt eine große Rolle bei der Eiweißherstellung.

Polyribosom (Polysom)
Sie kommen nicht nur auf der Außenschicht des Retikulum vor, sondern auch frei im Zytoplasma. Ribosomem bestehen aus Eiweißen und enthalten RNS. An ihnen findet die Eiweißherstellung statt.

Glattes endoplasmatisches Retikulum
Hierbei handelt es sich um ein Hohlraumsystem, dass auf Membranen aufgebaut ist. Es liegt in der Nähe des Zellkerns und ist über den Golgi-Apparat mit dem Extrazellularraum verbunden.

Golgi-Apparat
Er transportiert die im rauen endoplasmatischen Retikulum gebildeten Eiweiße zur Zellmembran. Dazu nimmt er an seiner konvexen Seite Sekrete vom endoplasmatischen Retikulum auf, kondensiert und umhüllt sie, um sie dann an den Zellmembran als Granula abzugeben. Das Golgi-Feld wird als Zellorganelle der Sekretproduktion betrachtet.

Lysosomen (granula)
Sie werden im Golgi-Apparat gebildet, enthalten Enzyme und sind somit der Ort der intrazellulären Verdauung von Stoffen, die durch Phagozytose und Pinozytose in die Zelle aufgenommen wurden.

Mikrotubuli
Ist ein Röhrensystem, das der Zellstabilisierung (Zellskelett) dient. In Nervenzellen spielen sie eine Rolle beim intrazellulären Transport.

Zentriolen (Zentrosom, (Zentralkörperchen)
Die Zentriolen bilden bei der Zellteilung den Spindelapparat (Kernspindel) aus.

Glykogen

Fetttröpfchen



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