Niobium

Im Gegensatz zu medizinischem Edelstahl und anderen Implantationslegierungen ist Niobium ein reines Element, das nicht in weitere Komponenten aufgeteilt werden kann. Es ist hypoallergen (kann sicher in den Körper eingeführt werden ohne das es biologische Gegenreaktionen gibt), und kann als reaktives Metall auch eingefärbt werden. Niobium ist durch das chemische Kürzel Nb gekennzeichnet und wird in der Elemententabelle unter der atomaren Nummer 41 geführt.

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Niobium wird nicht als freies Element gefunden. Es ist in Niobit, Niobit-Tantalit, Pyrochlor und Euxenit enthalten. Die größten Abbaugebiete von Niobium befinden sich in Australien, Zaire (Kongo), Brasilien, Russland, Norwegen, Nigeria, Kanada und Madagaskar. Die augenblickliche jährliche Weltproduktion liegt bei 15.000 Tonnen. Niobium findet sich beim Menschen in Blut, Knochen, Leber und Muskeln. Bei einer durchschnittlichen Person mit etwa 70kg Körpergewicht beträgt der Niobium-Anteil insgesamt etwa 1,5 mg. Niobium wird in unterschiedlichen industriellen und medizinischen Anwendungen eingesetzt und wurde beim Gemini-Raumfahrt-Programm in großem Umfang verwendet. Neuerdings ist Niobium als Material für subkutanen Body-Piercing-Schmuck äußerst gefragt.

Einfärbung: Da Niobium ein reaktives Metall ist, kann es durch chemische Elektrolyse eloxiert werden, wobei eine dünne Oxydschicht entsteht. Das eigentliche Material verändert seine Farbe nicht – das durchsichtige Oxyd erzeugt Interferenzfarben und durch eine Besonderheit des Lichteinfalls entsteht bei Reflektion und bei Brechung der Eindruck einer farblichen Veränderung. Diese wird durch die Reflektion von weißem Licht durch die Nb-Oxydschicht hervorgerufen, ähnlich wie bei einem Ölfilm auf einer nassen Straße. Die anodisierte Schicht ist völlig verträglich, da es sich um Nb-Oxyd handelt. Mattschwarz ist ein durch Hitze erzeugter Farbton, der als dauerhaft bezeichnet werden kann.


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