PTFE (Polytetrafluorethylen)

PTFE (Polytetrafluorethylen) ist ein erstaunlich inaktives Material mit einer exzellenten Biokompatibilität. PTFE ist ein thermoplastischer Kunststoff, welcher sich hervorragend aufgrund seiner Eigenschaften zum Piercen bzw. zum dauerhaften Tragen unter der Haut eignet.

PTFE hat ein äußerst antiadhäsives Verhalten, d.h. seine Oberfläche ist sehr glatt und gleitfähig, dass fast keine Fremdsubstanz (beim Piercen z.B. Wundsekret) daran kleben bleibt. PTFE wird nicht angegriffen durch aggressive Chemikalien (z.B. wichtig beim Einsatz in Schleimhäuten). Es zeigt beim Kontakt mit den meisten Chemikalien keine Veränderungen. PTFE wird in der Medizin auch häufig für kleine Gesichtskorrekturen nach Unfällen, Mittelohroperationen und für Ersatzblutgefässe (Venen) benutzt. PTFE ist ein idealer Werkstoff für den Einsatz beim Piercen, es ist flexibel, leichtgewichtig und lässt keine Entzündungen entstehen.

PTFE ist verwendbar bei Temperaturen von -200 °C bis + 260 °C und lässt sich somit auch sterilisieren. Diese Merkmale sind zurückzuführen auf Eigenschaften von Fluor-Kohlenstoff-Verbindungen. Zusammen mit der extremen Bindungsenergie der Fluor- und Kohlenstoffatome verleiht die Kohlenstoffhauptkette dem Makromolekül eine sehr hohe Stabilität. Alle Fluoratome bilden eine dichte, spiralförmig verlaufende Ummantelung der Kohlenstoffatomkette und somit wird eine Reaktion bei Kontakt mit anderen chemischen Verbindungen (z.B. auch Blut oder Speichel) verhindert. Somit ist PTFE ein ideales Material für den Ersteinsatz beim Piercen. Es ist auch zu empfehlen wenn man z.B. geröntgt werden muss.


Zwecks Quellenangabe: bitte im Anhang schauen.