…weitere Piercings

 

…weitere Piercings und/oder Variationen die bisher noch keine Erwähnung fanden:

 

 

BAUCHNABEL

wird üblicherweise in die Hautfalte, die den Bauchnabel umgibt,
oberhalb oder unterhalb des Nabels gestochen und sitzt meist vertikal.
Die am weitesten verbreitete Variation ist am oberen Rand.
Das eigentliche Bauchnabel-Piercing wurde durch den Bauchnabel selbst gestochen,
bedingt also einen herausstehenden Nabel,
daher ist diese Variation sehr selten und nicht empfehlenswert!
Es gibt noch eine weitere Variante,
in der das Piercing horizontal durch die den Bauchnabel umgebende Hautfalte gestochen wird.
Auch diese Art des Bauchnabel-Piercings ist allerdings anfälliger für Komplikationen.
Das Bauchnabel-Piercing ist eines der am umständlichsten heilenden Piercings,
da der Bauch(nabel) bedingt durch das Laufen, Bücken und die Kleidung
sehr vielen Reizen ausgesetzt ist bedarf es intensiver Pflege.

°Ausheilung: 3-6 Monate

 

 

 

BRUSTWARZE

wird meist waagerecht, aber auch senkrecht oder über Kreuz durch die Brustwarze gestochen.
Es gehört zu einem der schmerzhaftesten Piercings.
Da die Brustwarze ein erregbares Gewebe ist, welches ständig Wärme- oder Kälteunterschiede erlebt und mechanischen Reizen unterliegt, ist die Abheilphase teils sehr lang.

°Ausheilung: 3-9 Monate

 

 

 

DERMAL ANCHOR

Hierbei werden kleine Metallplatten unter die Haut transplantiert,
die über der Haut mit einem Gewinde abschließen,
auf das man gegebenenfalls verschiedene Aufsätze, wie Kugeln usw., aufschrauben kann.

 

 

 

FLESH-TUNNEL

ist ein geweitetes Piercing-Loch.
Die Weitung erfolgt mit Dehnungs-Sicheln. Schmuckstücke sind dann meist entweder
besonders dicke Ringe, BCR’s, Barbells oder oder oder,
meist jedoch ein Plug (geschlossen) oder der Tunnel (offen).
Übliche Piercings die geweitet werden sind das Ohrloch, Brustwarze, aber auch Frenum und Zunge.

°Ausheilung: Das Piercing muss vor dem Weiten ausgeheilt sein.
Zwischen den Dehnungen sollte eine Pause von 4-6 Wochen liegen.

 

 

 

HANDWEB

Dieses Piercing wird in der Haut (Dreieck-Stück) zwischen Daumen und Zeigefinger gestochen.
Es kann zu schweren Komplikationen kommen, da der Bereich permanenter Belastung durch mechanische Reize sowie durch Bewegung ausgesetzt ist.

 

 

 

MADISON (Dekolleté-Piercing)

ist ein meist waagerecht gestochenes Oberflächen-Piercing durch die Drosselgrube.

 

 

 

WEITERE OBERFLÄCHENPIERCINGS

Hüftpiercing – Nackenpiercing – Korsett-Piercings

Von Surface Weaving wird gesprochen, wenn ein Schmückstück mehrere Oberflächenpiercings durchläuft.

 

 

 

…und dann gibt es noch…

Je nachdem, wie mehrere Piercings miteinander kombiniert oder angeordnet werden, spricht man von Orbital- oder Venom-Piercings, beziehungsweise bei mehreren in der Lippe angeordneten Piercings von Bites.

Venom-Piercings sind mehrere in der Zunge symmetrisch zueinander verlaufende Stecker.

Bei einem Orbital werden zwei Piercings mit einem Ring verbunden. So kann beispielsweise ein Ring durch zwei gegenüberliegende Vorhautpiercings geführt werden. Analog zeichnet sich das Industrial-Piercing dadurch aus, dass ein Barbell durch zwei Helix-Piercings verläuft, sowie der Nasallang der durch beide Nasenflügel und die Nasenscheidewand führt.

 

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Play-Piercings mit Kanülen

Vor allem im Bereich BDSM ist das kurzzeitige Anbringen sogenannter Play-Piercings verbreitet. Hierbei werden Nadeln (Akupunkturnadeln oder Kanülen) am Körper des Bottom gesetzt, die nach dem Ende des Spiels wieder entfernt werden. Mitunter werden an den so mit dem Körper verbundenen Elementen dünne Ketten oder Fäden befestigt, um diese miteinander zu verbinden und so den Körper im Rahmen einer Bondage in einer definierten Haltung zu fixieren. Das Verletzungsrisiko ist hierbei durch ein mögliches ungewolltes Ausreißen der Piercings hoch. Oft werden auch an Körperpiercings leichte Gewichte befestigt, die die Bewegungen des gepiercten Bottoms in Schmerzreize umsetzen. Intimpiercings sind in der BDSM-Subkultur ebenfalls sehr verbreitet. Die Motivation zur Durchführung von Play-Piercings kann neben Fetischismus auch in der erhöhten Adrenalin-Ausschüttung oder der entsprechenden Körpererfahrung begründet sein. Auch aus ästhetischen Gründen werden Play-Piercings häufig gestochen, beispielsweise im Rahmen von Foto-Shootings.

 

Body-Suspension

Bei der Body-Suspension wird der Körper mit Haken gepierct, an denen Seile oder Ketten befestigt sind. An diesen wird der Gepiercte dann hochgezogen. Oft sind Body-Suspensions Teil besonderer Veranstaltungen (Conventions). Der Körper ist dabei besonderen Belastungen ausgesetzt: Starke Schmerzen, Kreislaufprobleme bis zur Ohnmacht, Infektionen, Rückenprobleme und Ausreißen gehören zu den möglichen Risiken. Body-Suspension kann wegen der Adrenalinausschüttung ein Nervenkitzel sein, aber auch als persönliche Herausforderung, besondere Körpererfahrung oder zur Bewusstseinserweiterung betrieben werden. Auch im BDSM-Bereich wird Body-Suspension gelegentlich betrieben.