Tattoogeschichte in Japan…

Von alten Zeichnungen ist bekannt, das die Menschen im frühen Japan Stammestätowierungen in Form von einfachen Zeichen trugen, die die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stamm darstellten. In vielen Fällen gaben die einfachen Zeichen aber auch Auskunft über Glaube und Religion der Menschen, die sie trugen. Die Anfänge der japanischen Tätowierkunst verlieren sich im Dunkel vorchristlicher Jahrhunderte. Vom 6. Jahrhundert an diente die Tätowierung auch in Japan dem Strafvollzug. Nach chinesischem Beispiel wurden zu Strafe verurteile Personen durch Zeichen auf Stirn oder Oberarm gesellschaftlich diskriminiert. Das Tätowieren galt in Japan bis in unsere Zeit als barbarisch und war offiziell per Gesetz verboten.

In der Kamakura-Zeit (1185-1333) ließen sich erstmalig Menschen freiwillig tätowieren. Bei den Tätowierten handelte es sich um buddhistische Priester, die sich ihre Haut mit Bildern von Heiligen und mit Gebetstexten verzieren ließen. Tätowierungen werden in Thailand als ein magisches Ritual angesehen. Der Mönch spendet den Zauber der Tätowierung in der Hoffnung, dass sie den Menschen auf seiner Reise durch dieses Leben gut geleitet und ihn beschützt.

In der Kamakura-Zeit (1185-1333) ließen sich erstmalig Menschen freiwillig tätowieren. Bei den Tätowierten handelte es sich um buddhistische Priester, die sich ihre Haut mit Bildern von Heiligen und mit Gebetstexten verzieren ließen.

Tätowierungen werden in Thailand als ein magisches Ritual angesehen. Der Mönch spendet den Zauber der Tätowierung in der Hoffnung, dass sie den Menschen auf seiner Reise durch dieses Leben gut geleitet und ihn beschützt.

ta-g-jap-1(Tätowierung in einem buddhistischen Kloster bei Bangkok (Thailand)

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde in Japan die Haut zum Träger unauslöschlicher Gelöbnisse und religiöser Gebetsformeln. Vor allem unter den Kurtisanen der Vergnügungsviertel verbreitete sich der Brauch, auf die Innenseite des Arms und zuweilen auch auf einen Schenkel, Bekenntnisse immerwährender Zuneigung zu tragen. Buddhistische Mönche und fromme Laien ließen sich Gebetsformeln in kalligraphischen Wortzeichen auf den Rücken zeichnen. Bis hierhin wurden die Arbeiten von Laien in die Haut der Träger gebracht.

Ab dem 18. Jahrhundert begann sich eine Wende im Bewusstseins der Öffentlichkeit zu vollziehen. Mit der Veröffentlichung des Romans „Suikoden“ 1757 (Geschichten vom Strand) gelangten zum ersten Mal Tätowierungen in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreiteten sich die Tätowierungen unter der Bevölkerung. Durch die steigenden Anforderungen an großflächige und künstlerische Hautbilder konnten die Arbeiten nicht mehr von Laien realisiert werden und so begann sich nach und nach der Beruf des Tätowierens zu entwickeln. Nur in wenigen Weltgegenden wurde das Tätowieren zu so phantastischer Kunstfertigkeit gebracht wie in Japan.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde jedoch streng auf die Einhaltung des Tätowierverbots geachtet. Durch die Öffnung des Landes nach Westen wollte man es vermeiden als rückständig und barbarisch angesehen zu werden. Doch das Interesse besonders für diese Art von Körperschmuck verbreitete sich weit über das Land hinaus. Im Laufe der Zeit ließen sich neben den Seeleuten selbst Aristokraten wie der Herzog von York von eigens der Tätowierung auszuführenden befugten Menschen Bilder in die Haut stechen. Im Jahr 1948 wurde das Tätowierverbot nach dem verlorenen Krieg gegen Amerika durch die Besatzer aufgehoben.

ta-g-jap-3 Die Tätowierkunst hat sich in den letzten Jahren außerhalb Japans einen hervorragenden Ruf erarbeitet. In Japan selber wird die Tätowierung noch heute häufig in Verbindung mit den Yakuza gebracht. Das Handwerk des Tätowierens genießt aus diesem Grund in Japan kein hohes Ansehen und tätowierte Menschen kämpfen im beruflichen und privatem Leben weiter gegen Vorurteile.


Zwecks Quellenangabe & Lizenzen für die hier dargestellten Photos/Bilder: bitte im Anhang schauen.